Dr. Anemone Bippes: Deutschland braucht ein starkes Europa

„Europa ist eine Erfolgsgeschichte, viel mehr als eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Einheit Europas ist eng mit der CDU verbunden“

„Die Einheit Europas ist ein großer Erfolg, auf den wir stolz sein können. Die Europäische Union ist viel mehr als eine Wirtschaftsgemeinschaft. Vor allem ist sie eine Wertegemeinschaft, die Grundlage ist für ein Leben in Freiheit, Sicherheit, Frieden und Wohlstand“, so Dr. Anemone Bippes. Die Erfolgsgeschichte, meint Dr. Anemone Bippes, sei fest mit der Union verbunden.

„Deutschland geht es auf Dauer nur gut, wenn es Europa gut geht. Europa stärken heißt in diesem Sinne immer auch Deutschland stärken“, so Dr. Anemone Bippes. Die Einheit der Schicksalsgemeinschaft Europa ist seit über 60 Jahre Garant für Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand. Allen voran hat Helmut Kohl die Chance genutzt, um die deutsch-europäische Geschichtslandschaft zu einer stabilen und tragfähigen Architektur zusammenzufügen. „Das Haus Europa – Vision von Bundeskanzler Helmut Kohl – hat erst durch den Ehrenbürger Europas feste Wände erhalten. Sein großes Ziel: Nie wieder Krieg in Europa. In Frieden und Freiheit zu leben scheint allerdings selbstverständlich geworden zu sein. Europa steckt heute in einer Krise, während der Nationalismus immer mehr Anhänger gewinnt“, stellt Dr. Anemone Bippes fest.

„In Frieden und Freiheit zu leben scheint selbstverständlich geworden zu sein.“

Heute sind der Euro und das Reisen ohne Grenzkontrollen das sichtbarste Zeichen der europäischen Integration. Beides waren richtige Antworten auf die Globalisierung. „Sie stärken die Einheit und machen uns handlungsfähiger. Es ist die Union, die der Europäischen Idee eine Stimme gegeben hat. Vor allem die Mitgliedstaaten Deutschland und Frankreich sind Motor der Europäischen Union. Kam er ins Stocken, dann stockte immer auch der europäische Einigungsprozess insgesamt“, so Dr. Anemone Bippes. Im Zentrum der Europapolitik stehen Wirtschaftswachstum und die Schaffung sicherer Arbeitsplätze. Hindernisse in der Digital- und Energiewirtschaft sowie auf dem Kapitalmarkt sollen weiter abgebaut werden. Zusammen mit Frankreich wird Deutschland in den kommenden Jahren daran arbeiten, die Euro-Zone zu stabilisieren. „Es wird aber auch darum gehen, die Jugendarbeitslosigkeit in einigen EU-Mitgliedstaaten zu überwinden. Auch muss Europa in Zukunft mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen – Stichwort Europäische Verteidigungsunion und ein gemeinsamer europäischer Grenzschutz. Mehr denn je brauchen wir ein Europa, das die eigenen Interessen in der Welt kraftvoll vertreten kann. Handelskonflikte, die Krisen in der Ukraine, in Nordafrika und im Nahen Osten erfordern mehr denn je ein starkes Europa. „Als einzelner Nationalstaat sind wir angesichts dieser Herausforderungen chancenlos“, meint Dr. Anemone Bippes.

Wir dürfen nicht zurück in den Nationalismus – für Europa begeistern

„In jeder Krise stecken auch Chancen. Wir müssen uns auf ein Europa nah an den Bürgerinnen und Bürgern konzentrieren. Das bedeutet, dass wir nicht überall nur mehr, sondern auch hier und da weniger Europa brauchen. Wir müssen in Europa viel enger zusammenarbeiten in der Verteidigungspolitik, in der Entwicklungspolitik, in der Außen-, Forschungs- und Bildungspolitik. Wenn uns das gelingt, dann werden wir die Begeisterung für Europa wieder neu entfachen. Europa muss handlungsfähig sein, damit es die anstehenden Aufgaben erledigen und für Sicherheit und Wohlstand sorgen kann. Keine Frage – Europa ist eine Solidargemeinschaft. Daraus darf aber keine Schuldenunion werden. In Deutschland ist eine breite Mehrheit in der Bevölkerung gegen eine noch höhere Vergemeinschaftung der Schulden und weitere Schritte in die Transferunion. Es wäre schön, wenn auch die neue Bundesregierung in der verlässlichen Tradition Wolfgang Schäubles bleibt“, wünscht sich Dr. Anemone Bippes.

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